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Der Verdienst des Fastens

Der Verdienst des Fastens ist enorm, wie einige Hadīths, die authentisch
(sahīh) sind, bestätigen, dass Allah das Fasten speziell für sich selbst in Anspruch
genommen hat und dass Er den Fastenden belohnt und seinen Lohn
unbegrenzt vervielfacht, nach einem Hadīth: „Bis auf das Fasten, denn das ist
für Mich, und Ich werde es entsprechend belohnen.“ [al-Bukhārī, gemäß der
Zählung von fath al-bārī, 1904]; „Es gibt nichts, was dem Fasten entspricht.“ [al-
Nasā’ī]; „Das Bittgebet des Fastenden wird nicht zurückgewiesen.“ [al-Bayhaqī
mit einer sahīh Überliefererkette]; „Der Fastende hat zwei Freuden: Wenn er das
Fasten bricht, freut er sich über das Fastbrechen, und wenn er seinem Herrn
begegnet, freut er sich über sein Fasten.“ [Muslim]; „Das Fasten wird am jüngsten
Tag Fürbitte für den Diener halten und wird sagen: „Oh Herr, ich habe ihm
tagsüber das Speisen und die Begierde versagt, so gewähre mir Fürbitte für
ihn!““ [Ahmad und Hasan al-Haithamī]; „Der Mundgeruch des Fastenden ist
schöner bei Allah als der Duft von Moschus.“ [Muslim]; „Das Fasten ist ein
Schutz und eine unzugängliche Festung vor dem Feuer.“ [Ahmad]; „Wer einen
Tag um Allahs Willen fastet, dessen Gesicht wird Allah für diesen einen Tag
siebzig Herbste vom Feuer fernhalten.“ [Muslim]; „Wer einen Tag fastet, weil er
Das Buch des Fastens Seite 6
Allahs Gesicht begehrt und an dem Tag stirbt, an dem wird der Eintritt ins Paradies
gewährt.“ [Ahmad]; „Im Paradies gibt es ein Tor, das al-rayyān heißt. Durch
dieses Tor werden die Fastenden eingehen und keiner sonst. Wenn sie eingetreten
sind, wird es verschlossen und danach wird niemand mehr das Paradies
hierdurch betreten.“ [al-Bukhārī]; „Es wurde euch ein gesegneter Monat geschenkt,
in dem euch vorgeschrieben ist zu fasten. In ihm werden die Tore des
Himmels geöffnet, die Tore der Hölle verschlossen und die Teufel gefesselt. In
ihm gibt es eine Nacht, die besser ist als tausend Monate.“
Das Fasten in Ramadan ist ein Pfeiler des Islam. In diesem Monat wurde der
Qur’an herabgesandt und in ihm ist eine Nacht, die besser als tausend Monate
ist: „Und wenn Ramadan beginnt, werden die Tore des Paradieses geöffnet und
die Tore der Hölle verschlossen und die Teufel in Ketten gelegt.“ [al-Bukhārī];
„Das Fasten in ihm kommt dem Fasten von zehn Monaten gleich.“ [Siehe in musnad
von Ahmad]; „Wer im Ramadan gläubig und in Erwartung der Belohnung
fastet, dem werden alle begangenen Sünden vergeben.“ [al-Bukhārī]; „Allah rettet
bei jedem Fastbrechen Menschen vor dem Feuer.“ [Ahmad]

Quelle: Buch des Fastens (link)

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Das Gerücht

Es war einmal eine Stadt, die aus zwei parallel laufenden Straßen bestand. Ein Derwisch ging von der einen Straße in die andere hinüber, und als er dort ankam, sahen die Leute, dass er Ströme von Tränen vergoss. Da rief einer: “In der anderen Straße muss irgend jemand gestorben sein!” Die Nachricht pflanzte sich in Windeseile in der ganzen Straße fort. Was aber hatte sich tatsächlich ereignet? Der Derwisch hatte Zwiebeln geschält. Kurze Zeit danach hatte das Geschrei auch die andere Straße erreicht, und ihre Bewohner waren so betrübt, dass sie nach der Ursache für all die Aufregung nicht zu fragen wagten. Ein weiser Mann versuchte, den Leuten der beiden Straßen vernünftig zuzureden, und der fragte: “Warum sprecht ihr denn nicht miteinander ?” Sie aber waren so verwirrt, dass sie selber nicht mehr wussten, was sie sagten. Einige meinten: Nach allem, was wir wissen, ist in der anderen Staße eine furchtbare Seuche ausgebrochen.” Auch dieses Gerücht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. so kam es, dass beide Völker, um sich zu retten, auswanderten. Heute, viele hundert Jahre später ist die Stadt noch immer verlassen.

Deshalb liebe Muslime, wenn jemand zu euch kommt und euch mitteilt, dass der und der, das und das über euch gesagt hat, dann lehnt das ab, was er euch erzählt und verbietet ihm, solche Nachrichten zu verbreiten. Erinnere ihn an die Aussage des Propheten – möge Allah ihn loben und Heil schenken – der gesagt hat: „Ein Verbreiter von üblen Nachreden wird nicht ins Paradies kommen!“ [al-Buchārī und Muşlim].

Wir suchen Zuflucht bei Allah vor der üblen Nachrede und vor denen, die sie verbreiten.